Pharaonentempel Graz – Speisen wie bei den Göttern

Der berühmte ägyptische Pharao Rames II. ließ während seiner Herrschaft eine der berühmtesten Tempelanlagen des Alten Ägyptens errichten. Die beiden Tempel von Abu Simpel, im damaligen Nubien gelegen, sind zum einen ihm selbst und zum anderen seiner Lieblingsfrau Nefertari zum Gedenken errichtet worden. Darüber hinaus wurden diese Tempel selbstverständlich auch zur Ehrung verschiedener ägyptischer Gottheiten errichtet.

Wie bei vielen anderen ägyptischen Bauwerken auch, machen auch die Pharaonentempel von außen in Sachen Punk und Protz nicht besonders viel her. Es existieren keine Fenster, grober Stein und in den Fels gehauene Statuen wirken beinahe so, als würden sie die Außenwelt fernhalten wollen. Aber im Inneren der Tempel wird der Besucher ebenso stark vom Glanz der herrlichen Verzierungen geblendet wie es auch in den Grabkammern der Pharaonen der Fall gewesen sein muss.

Auch wenn die Tage des Alten Ägyptens längst vergangen sind und viele alte Zeremonienstätten von Forschern und Grabräubern geplündert wurden, hat sich ein kleines Lokal in Graz das Ziel gesetzt, das umwerfende Flair und einzigartige Ambiente des Alten Ägyptens in die Gegenwart zu holen.

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Glanz und Prunk im Pharaonentempel Graz

In der Baiernstr. 52, etwas versteckt im Stadtteil Eggenberg, liegt das Restaurant Pharaonentempel Graz, das sich nicht nur auf erlesene ägyptische Küche spezialisiert hat, sondern vor allen Dingen durch sein extravagantes und einzigartiges Ambiente zu begeistern weiß. Auf drei Ebenen werden den Gästen hier die erlesensten Speisen und Getränke serviert, wie es wohl nur einem echten König gebühren kann. Die einzelnen Köstlichkeiten können zu verschiedenen Menüs zusammengestellt werden, sodass jedem Gast die Speisen nach seinem individuellen Geschmack serviert werden.

Die Bedienung stellt sich dabei in authentisch wirkenden ägyptischen Gewändern vor, die Speisekarte selbst ist auf einer Papyrusrolle geschrieben und getrunken wird aus silbernen Kelchen allerfeinster Art. An bestimmten Tagen wird zusätzlich eine Art Showprogramm geboten, bei dem orientalische Bauchtänzerinnen in eine längst vergessene Zeit entführen.

Das Beeindruckendste am Pharaonentempel Graz sind jedoch die Räumlichkeiten an sich. Wohin der Gast seinen Blick auch schweifen lässt, kommt er aus dem Staunen nicht mehr heraus: Reichhaltige Verzierungen aus Gold soweit das Auge reicht, prunkvolle Teppiche und Möbel, anmutende Dekorationen wie sie sich wohl nur in einem Pharaonentempel finden lassen. Und wer schon immer einmal die Genüsse eines altägyptischen Herrschers erleben wollte, kann diesen Traum im Pharaonentempel Graz wahrwerden lassen.

Pharaonentempel Graz – Die History

Am Anfang stand die Idee von Ibrahim Sobhy ein ägyptisches Restaurant zu bauen und zu betreiben, welches die einzigartige Kultur seiner Vorfahren reflektieren sollte.

Für die Umsetzung seiner Vision als Gesamtkunstwerk wandte er sich im April 2001 an den steirischen Künstler Andreas Streicher (www.andreasastreicher.com).

Alles sollte so authentisch wie nur möglich sein. Ausgewählt wurde der ehemalige Schlosskeller in Graz Eggenberg aufgrund seiner Grundstruktur und seinem Charme. Das Gebäude hat doppelte Wände und eignete sich hervorragend um für den Pharaonentempel Graz den Eindruck eines echten Tempels zu schaffen.

Man organisierte Sand aus Kairo um den Flachreliefs einen Hauch mehr Originalität einfliessen zu lasssen. So wurde am 01.06.2001 mit den Abrissarbeiten des alten Interiors begonnen. Da nur eine geplante Bauzeit von ungefähr 4 Monaten zur Verfügung stand war es erforderlich die groben Umbauarbeiten mit den feinen künstlerischen Ausarbeitungen so zu kombinieren, dass alles parallel laufen konnte. So wurden in diesem Zeitraum neben den Umbauarbeiten 120 Quadratmeter Deckengewölbe vergoldet (nach einer Idee von Gregor Traversa), mehr als 130 Quadratmeter Reliefs und 300 Quadratmeter Wand- bzw. Deckengemälde umgesetzt, Statuen und Brunnenkeramik (von Evelyne Bogensberger) angefertigt und das Restaurant am 12.10.2001 feierlich eröffnet.

Der Restaurantbetrieb wurde bis 2013 aufrechterhalten und erfuhr nach 12 Jahren einen Stillstand. Seither wartet das Bauwerk auf seine nächsten spannenden Aufgaben. Sollte es in Vergessenheit geraten kann es ja auch sein dass es dann doch in mehreren tausend Jahren wieder ausgegraben wird.